Dienstag
Zu Beginn des Projekts "Selfies" in der zweiten Projektwoche am Dienstag mit Herrn Grünthaler und Frau Uibrig wurde uns erklärt, warum man Selfies macht.
Zunächst sollten wir Bilder und deren mögliche Aussagen sowie Bedeutungen beschreiben. Außerdem wurde uns nähergebracht, was Bildelemente sind und wozu sie dienen. Beispielhafte Bildelemente sind zum Beispiel Kleidung, Mimik, Gestik und vieles mehr.
Im weiteren Verlauf der Stunde war die Aufgabe der Projektteilnehmer, sich selbst und ihre Eigenschaften mithilfe eines menschlichen Umrisses darzustellen.
In der nächsten Stunde wurden uns die geschichtlichen Hintergründe der Selfies anhand von Beispielen wie Ludwig XIV. und Friedrich II. von Preußen nähergebracht.
Heutzutage ist es jedoch schwierig, zwischen echten und manipulierten Bildern zu unterscheiden, was uns Frau Uibrig sehr anschaulich erklärt hat.
In den restlichen Stunden sollten wir ein eigenes Selfie vorbereiten, in dem wir unsere Eigenschaften betonen.
Mittwoch
Am zweiten Tag unserer spannenden Projektwoche hat uns Herr Grünthaler in der ersten Stunde in die Thematik der Selbstinszenierung auf Bildern eingeführt. Ziel war es, ein besseres Verständnis für die Darstellung von Influencern zu entwickeln und zu lernen, wie wir uns vor den negativen Auswirkungen des sozialen Vergleichs schützen können.
Herr Grünthaler erklärte, wie typische Merkmale von Selbstinszenierungen sowohl bei männlichen als auch weiblichen Influencern aussehen. Weibliche Influencer neigen dazu, sich klein und schlank darzustellen, und nutzen häufig Filter und Bildbearbeitung, um ihr Aussehen zu optimieren. Männliche Influencer hingegen nehmen in der Regel die gesamte Bildfläche ein und setzen auf teure Requisiten sowie eine durchdachte Bildkomposition.
Um das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen, gestalteten wir einen Instagram-Post, der über die Selbstinszenierung von Influencern aufklärt und dazu aufruft, sich nicht mit diesen idealisierten Darstellungen zu vergleichen. Der Post ist im Anhang zu finden.
Im weiteren Verlauf des Tages erklärte Herr Ramm die physikalischen Grundlagen der Kameratechnologie. Er machte uns mit den Unterschieden zwischen automatischen und analogen Kameras vertraut. Moderne Kameras sind oft vollautomatisch, während ältere Modelle mit Film funktionieren.
Der Begriff "Fotografieren" bedeutet so viel wie "Licht malen". Eine Sammellinse bündelt das Licht auf einen Punkt, der dann von einem Sensor aufgezeichnet wird. Zu den wichtigen Teilen einer Kamera gehören der Spiegel, der das Licht leitet, der Sensor, der das Licht aufnimmt, und der Verschluss, der die Belichtungszeit regelt.
Herr Ramm demonstrierte, dass beim Fotografieren das Licht durch das Objektiv strömt, gebündelt wird und durch einen 45-Grad-Spiegel in unser Auge gelangt. Wenn der Auslöser betätigt wird, klappt der Spiegel hoch und der Sensor erfasst das Licht.
In den letzten beiden Stunden arbeiteten die Projektteilnehmer an ihren Selfies, die ihren Charakter beschreiben sollten.
Diese praktischen Übungen ermöglichten es, das Gelernte anzuwenden und zu reflektieren.
Im Folgenden finden sich der Instagram-Post zur Selbstinszenierung von Influencern und ein Interview mit einem Projektteilnehmer, das weitere Einblicke in die Erfahrungen und Meinungen der Teilnehmer vermittelt. Dieser Bericht gibt einen Überblick über die Inhalte und Aktivitäten des zweiten Tages der Projektwoche und verdeutlicht die Bedeutung der kritischen Auseinandersetzung mit Bildern in sozialen Medien.
Interview mit einem Projektteilnehmer
Was hat dir am Projekt am meisten gefallen?
Das Gestalten des eigenen Selfies.
Was hast du bisher mitgenommen?
Selfies im Internet spiegeln nicht immer den Charakter und das Aussehen der Personen wider.
Hast du eine Möglichkeit für dich gefunden, im Internet sicher zu surfen?
Ich folge keinen Personen, die sich nicht echt darstellen.
Welches der Selfies hat dich am meisten beeindruckt?
Das Astronauten-Bild.
Instagram-Post

Donnerstag
Am dritten und letzten Tag unserer Projektwoche haben wir uns intensiv mit der Bildbearbeitungssoftware GIMP beschäftigt.
Diese kostenlose Software, die uns von Herrn Grüntahler vorgestellt wurde, zeichnet sich durch ihre Benutzerfreundlichkeit aus und ermöglicht eine kreative Bildbearbeitung. GIMP arbeitet mit verschiedenen Ebenen, die wie Folien funktionieren. Diese Struktur bietet den Vorteil, dass man Ebenen hinzufügen oder entfernen kann, wodurch die Unterschiede in der Bildbearbeitung gut sichtbar werden. Darüber hinaus eröffnet das Stapeln mehrerer Bilder die Möglichkeit, beeindruckende Collagen zu erstellen.
In dieser Stunde haben wir einige wichtige Techniken erlernt. Zunächst haben wir gelernt, wie man bestimmte Teile eines Bildes ausschneidet oder entfernt. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, um gezielte Änderungen an Bildern vorzunehmen. Außerdem haben wir erfahren, wie man Bilder übereinanderlegt, um eine Collage zu erstellen, die die Charaktere der Teilnehmer widerspiegelt.
In den verbleibenden Stunden hatten die Projektteilnehmer die Gelegenheit, ihre Selfies, die sie am Vortag aufgenommen hatten, zu bearbeiten. Diese Selfies sollten die individuellen Charaktere der Teilnehmer zum Ausdruck bringen. Die kreative Nutzung von GIMP ermöglichte es den Teilnehmern, ihre Persönlichkeiten visuell darzustellen.
Am Ende des Tages fand eine Auswertung statt, in der die Erfahrungen und Ergebnisse der Woche besprochen wurden. Dabei wurde deutlich, wie viel jeder Teilnehmer gelernt hat und wie unterschiedlich die Ansätze zur Bildbearbeitung waren.
Abschließend möchte ich betonen, dass GIMP eine vielversprechende, kostenlose und benutzerfreundliche Alternative zu anderen professionellen Programmen darstellt. Dennoch habe ich festgestellt, dass ich mit ChatGPT ein Bild, das ich in zwei Stunden bearbeitet habe, innerhalb von 40 Sekunden besser bearbeiten konnte. Dies verdeutlicht, wie rasant sich die Technologie entwickelt und welche Möglichkeiten Künstliche Intelligenz in der Bildbearbeitung bietet.
Die Projektwoche war insgesamt eine wertvolle Erfahrung, die uns nicht nur die Grundlagen der Bildbearbeitung nähergebracht hat, sondern auch die Kreativität der Teilnehmer gefördert hat. GIMP bietet viele nützliche Werkzeuge, aber es ist ebenso wichtig, die neuesten Entwicklungen in der KI im Auge zu behalten.
(Karol)



